Informationsabend am Mittwoch, den 3. Dezember 2025 um 19:00 Uhr
im Gemeinderaum der evang. Kirchengemeinde
in der Kirchgasse in Nieder-Florstadt
Das Artensterben ist eine der größten Krisen unserer Zeit: Millionen von Arten könnten dadurch in wenigen Jahrzehnten für immer verschwinden und so weltweit Ökosysteme gefährden.
Das Ausmaß des Artensterbens ist heute um ein Vielfaches höher als im Durchschnitt der letzten zehn Millionen Jahre. Die Folge: Beinahe eine Million Arten sind in den kommenden Jahrzehnten vom Aussterben bedroht – von insgesamt acht Millionen bisher bekannten Arten. Zu diesen Ergebnissen kommt die letzte Zustandsbewertung des Weltbiodiversitätsrats der Vereinten Nationen und verdeutlicht damit die Dringlichkeit des Themas.
Es geht hier nicht um das Aussterben einer stupsnasigen Bärenart, selbst wenn dies schon schlimm genug wäre. Es geht um den immer weiter fortschreitenden Verlust der weltweiten biologischen Vielfalt, auf die wir auch für unser Überleben zwingend angewiesen sind. Wir beeinträchtigen die so genannten Ökosystemleistungen – Nahrung, sauberes Wasser und die Luft zum Atmen, schlicht alles, was uns die Natur bedingungslos bereitstellt. Dies alles steht auf dem Spiel, wenn wir die Leistungsfähigkeit der globalen Ökosysteme weiterhin schädigen oder punktuell sogar zerstören.
Fünf Mal gab es in den vergangenen 540 Millionen Jahren gewaltige Artensterben zeigen Fossilienfunde. Forscher sehen eine sechste Welle in vollem Gange. Derzeit gingen von den – vorsichtig geschätzt – fünf bis neun Millionen Tierarten weltweit jährlich 11.000 bis 58.000 verloren, schreiben Wissenschaftler um Rodolfo Dirzo von der Stanford University in „Science“.
Mit jedem Verlust an Biodiversität werden Folgeveränderungen in Gang gesetzt. Ein eindrucksvolles Beispiel ist die Bestäubung durch Insekten – wichtig für drei Viertel aller vom Menschen angebauten Nahrungspflanzen. „Bestäuber scheinen weltweit zu verschwinden – sowohl hinsichtlich ihrer Zahl als auch ihrer Artenvielfalt.“
Die Verringerung unserer Artenvielfalt ist also ein weltweites Problem. Es gibt jedoch Möglichkeiten lokal gegenzusteuern. Dazu möchte unserer Referent Dr. Stephan Nawrath Anregungen geben. Die GRÜNEN Florstadt freuen sich auf sachdienliche Informationen, interessante Fragen, gute Gespräche und Handlungsempfehlungen, die jeder in seinem Wohnumfeld umsetzen kann.
Hier geht es zum Veranstaltungsflyer:



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