Am Feuchtbiotop vor dem Steingrauen Wäldchen hausen seit einigen Wochen Biber. Sie stauen den Bach, bauen auf den Inseln im Teich ihre Burgen und schwimmen unter dem Wasser zum Strand. Ihre Spuren am Gehölz sind unübersehbar. Die beiden Wiesen oberhalb des Teiches erscheinen auf den ersten Blick nicht landwirtschaftlich genutzt. Sollten ihre Aktivitäten über den jetzigen Bereich nicht hinausgehen hat die GRÜNE Ortsbeirätin Heidi Bauer-Klar von Stammheim kein Problem damit, hier großzügig eine Fläche für den Schutz der Biber zu reservieren. „Biber stehen nun mal unter Naturschutz und sollten in ihrem Treiben nicht gestört werden.“ Dabei ist kein Ackerland betroffen, rundherum sind Wiesenflächen.
„Genau das passierte allerdings im letzten Jahr an der Autobahn A 45 auf der anderen Seite der Bundesstraße B 275“ ergänzt ihr Kollege Gerhard Salz. Die Biber, die jahrelang den Bach westlich der Autobahn besiedelten sind mittlerweile fort. Unter der Ägide der Unteren Naturschutzbehörde entwickelte man ein Vertreibungskonzept, dass offenbar auch zum Tragen kam. Vermutlich wanderten sie oder nur ein Teil von Ihnen aus, überquerten die Straße und ließen sich am nahen Biotopteich von Stammheim nieder.
Die GRÜNEN thematisieren die neuen Gäste im Ortsbeirat. Sie begrüßen die neuen Mitbewohner, wollen einen Schutzstatus für das Gelände und erwarten z. B. eine Schautafel über die putzigen Nager und Verhaltensempfehlungen für Spaziergänger.



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