Der Infoabend der GRÜNEN Florstadt zum Thema „Älter werden“ war ein reger Erfahrungsaustausch. Ein interessierter Kreis Florstädter Bürgerinnen und Bürgern diskutierte engagiert mit Frau Benölken vom VDK Friedberg und Andreas Wirsing vom Pflegedienst Wirsing. Die Referentin und der Referent gaben einführende Informationen zu Pflegestufen, Begutachtung des Pflegebedarfs durch den medizinischen Dienst, Möglichkeiten des Widerspruchs, verschiedene Ansprechpartner bei der Beratung, unterschiedliche Leistungen von Pflegediensten und aktuellen Veränderungen bei der Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege.
Die Mehrzahl der Gäste brachte bereits konkrete Erfahrungen bei der Pflege von Angehörigen mit. So entstand ein intensiver Erfahrungsaustausch. Fragen zu Hilfsmitteln (wie Herdwächtern), zur Pflegekasse und zur Ausbildung konnten kompetent beantwortet werden.
Aber auch für den Pflegeneuling war es wichtig zu erfahren, dass es im Wetteraukreis verschiedene Beratungs-Anlaufpunkte gibt, die hier nochmals kurz genannt werden:
- Inklusionsbeauftragte der Stadt Florstadt (Unterstützung bei sozialen Problemlagen, Hilfe bei der Integration, bei Alltagsproblemen und bei Kontakten zu Ämtern und Behörden, Eva Kraft 0178 4430843)
- VDK-Beratung für Mitglieder, insbesondere auch bei rechtlichen Fragen
- Pflegestützpunkt des Wetteraukreises (langfristige Terminvereinbarung erforderlich)
- Pflegeeinrichtungen in der Region:
– Sozialstation Mittlere Wetterau für Florstadt, Reichelsheim, Echzell und Wölfersheim
– Pflegedienst Wirsing in Altenstadt
– Pflegedienst Gänseblümchen in Nieder-Mockstadt
Außerdem wurde von sozialen Treffpunkten in Florstadt und in Stammheim berichtet (monatliche Treffen der Frauenhilfe in Nieder-Florstadt, Treffen des Strick- und Plauderkreises in Stammheim), die für alle älteren Menschen offen sind.
Die informativen Handreichungen waren begehrt und wurden zum Abschluss gerne von den Gästen mitgenommen. Angesichts der Entwicklung, dass die Gruppe älterer Menschen im ländlichen Raum kontinuierlich größer wird und früher oder später Unterstützung aus der Familie oder – falls dies nicht möglich ist – von Organisationen vor Ort benötigt wird, ist auch zukünftig der Informationsbedarf groß. Bezogen auf die Handlungsmöglichkeiten der Kommune zu diesem Thema nehmen die GRÜNEN mit, dass bei zukünftigen Baugebieten bzw. bei Projekten mit der kreisweiten Wohnungsbaugesellschaft darauf hingearbeitet wird, dass hier barrierefreie Wohnungen entstehen, die preislich akzeptabel sind.



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