Gelbe Bänder um Obstbäume zeigen an, dass die Früchte jeder für den Eigenbedarf ernten darf. Denn viele Obstbaumbesitzer sind nicht in der Lage alle Bäume abzuernten. Der Aktion „gelbes Band“ hat sich nicht nur die Stadt Lich, sondern viele andere Regionen in Deutschland angeschlossen. Der Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg, der diese Aktion flächendeckend umgesetzt hat, hat damit sogar einen Preis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Projekt „Zu gut für die Tonne“ gewonnen.
Die Grünen in Florstadt und Altenstadt beantragen in ihren Stadt- und Gemeindeparlamenten sich bereits jetzt dieser Aktion anzuschließen, um genug Zeit zu haben bis zur nächsten Erntesaison im Herbst 2021 gut vorbereitet zu sein.
„Wir hätten diesen Herbst deutlich mehr Äpfel verarbeiten können! Leider blieb viel zu viel an den Bäumen hängen oder verrottet im Laufe des Winters!“ sagte uns „Keltermeister“ Thomas Wenzel aus Rodenbach. Leider verrotten Jahr für Jahr viele Tonnen Obst auf Streuobstwiesen, weil viele Eigentümer keine Zeit oder kein Interesse haben, das Obst zu verwerten. Das Abernten ist für Fremde verboten, selbst wenn offensichtlich ist, dass sich niemand um die Bäume kümmert. Zeitgleich wird in den Supermärkten Obst angeboten, das oft tausende von Kilometern transportiert wird.
Die Pflege von Streuobstwiesen ist ein wichtiger Baustein eines klimafreundlichen Lebensstils und des Erhalts der Biodiversität. Gerade im Jahr 2020 mit den Corona-Einschränkungen entdecken viele diesen Lebensstil wieder. Ein solches Projekt kann einen kleinen Beitrag zur Verringerung der Verschwendung von Lebensmitteln erbringen, es kann auch aktiv Transportwege verkürzen und damit zur Reduzierung des Ausstoßes klimaschädlicher Gase beitragen. Außerdem unterstützt die Abgabe von Kelterobst die regionale Apfelsaftproduktion, die in Florstadt und Altenstadt vor der Haustüre liegt.




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