{"id":909,"date":"2024-02-20T10:28:56","date_gmt":"2024-02-20T09:28:56","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.gruene-florstadt.de\/?p=909"},"modified":"2024-02-20T10:28:56","modified_gmt":"2024-02-20T09:28:56","slug":"windraeder-in-florstadt-stammheim-duerfen-repowert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-florstadt.de\/?p=909","title":{"rendered":"Windr\u00e4der in Florstadt-Stammheim d\u00fcrfen repowert werden"},"content":{"rendered":"\n<p>Durch die ge\u00e4nderte Gesetzgebung der Bundesrepublik Deutschland beschleunigt und entb\u00fcrokratisiert sich auch die Genehmigungspraxis f\u00fcr erneuerbare Energieanlagen wie Photovoltaik, Biogaserzeugung, W\u00e4rmekraftwerke mit Biomasse und Windenergie. Mit dem Beschluss der Regionalversammlung S\u00fcdhessen (RVS) vom Dezember letzten Jahres zur Feststellung des Erreichens des ersten Fl\u00e4chenbeitragswertes nach \u00a7 5 Abs. 2 des Windenergiefl\u00e4chenbedarfsgesetzes (WindBG) sind jetzt alle bisher bestehenden Ausschlussfl\u00e4chen f\u00fcr Windenergieanlagen aufgehoben. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass alle Kommunen in Hessen nun wieder die M\u00f6glichkeit besitzen, Fl\u00e4chen f\u00fcr die Windenergie neu auszuweisen. Eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz ist nat\u00fcrlich weiterhin notwendig. Hierbei werden Belange des Natur- und Artenschutzes selbstverst\u00e4ndlich \u00fcberpr\u00fcft und abgewogen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sogar Bestandsfl\u00e4chen im Wetteraukreis waren betroffen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gerhard Salz, der f\u00fcr die GR\u00dcNEN vom Wetterauer Kreistag in die Regionalversammlung gew\u00e4hlt wurde, stellt dazu fest: \u201eDas betraf sogar Bestandsfl\u00e4chen in Karben, in Florstadt, in Friedberg, in Nidda, in Hirzenhain und in Kefenrod auf denen momentan Windr\u00e4der stehen. In manchen F\u00e4llen ist ein Vorranggebiet in der N\u00e4he dieser Fl\u00e4chen in anderen fehlt es ganz.\u201c Bei all diesen Fl\u00e4chen ist in Zukunft ein sogenanntes Repowering m\u00f6glich. Hierbei werden \u00e4ltere, teilweise abg\u00e4ngige Windenergieanlagen durch neuere meist leistungsst\u00e4rkere Windr\u00e4der ersetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>St\u00e4dte und Gemeinden k\u00f6nnen mitverdienen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Durch Bundesgesetz ist jetzt festgelegt, dass die St\u00e4dte und Gemeinden, in denen neue Windr\u00e4der gebaut werden, pro erzeugter Kilowattstunde Strom bis zu 0,2 ct von den Einnahmen des Betreibers erhalten k\u00f6nnen. Das bedeutet nicht nur gesicherte Zusatzeinnahmen f\u00fcr die Kommunen des Wetteraukreises, sondern in vielen F\u00e4llen auch einen Meilenstein hin zur Klimaneutralit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zahlen am Beispiel Florstadt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der Stadt Florstadt stehen im Stadtteil Stammheim 3 Windr\u00e4der, die bereits in die Jahre gekommen sind. Hier w\u00fcrde sich ein Repowering nicht nur f\u00fcr die Betreiberfirma rechnen. Die Anlagen mit einer Leistung von derzeit 3 x 0,6 Megawatt (MW) haben in den letzten Betriebsjahren durchschnittlich 1.700.000 kWh Strom erzeugt (Daten der OVAG). Das h\u00e4tte in der Vergangenheit f\u00fcr die Stadt einen j\u00e4hrlichen Erl\u00f6s von 3200 \u20ac an zus\u00e4tzlichen Einnahmen erbracht. Dazu kommen noch Gewerbesteuerzahlungen des Betreibers und eventuelle Pachterl\u00f6se f\u00fcr stadteigene Fl\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00fcrde man jetzt die Windr\u00e4der durch neue, moderne mit einer gr\u00f6\u00dferen Leistung ersetzen, so w\u00e4re eine Leistung von 10 MW denkbar. Dank der technischen Weiterentwicklung erscheint eine Durchschnittsproduktion von 12 bis 15 Mill. kWh pro Jahr realistisch. Die Einnahmen w\u00fcrden dadurch auf 24.000 bis 30.000 \u20ac pro Jahr klettern, ein Betrag \u00fcber den sich jeder K\u00e4mmerer freut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>N\u00e4her an der Stromwende<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aber nicht nur die Einnahmen w\u00fcrden sich verbessern. Auch die Stromwende w\u00e4re f\u00fcr Florstadt n\u00e4her ger\u00fcckt. Heute verbraucht die Stadt Florstadt ca. 28.000.000 kWh Strom pro Jahr (Daten der OVAG bezogen auf Haushalte, Gewerbe, \u00d6ffentliche Einrichtungen). Davon werden zurzeit ca. 4 Mill. im Stadtgebiet durch Wind und nicht selbst genutzten bzw. \u00fcbersch\u00fcssigen Strom aus nur zum Teil selbst genutzten Solaranlagen erzeugt. Aktuell werden so ca. 14 % des Strombedarfs regenerativ erzeugt. Mit leistungsst\u00e4rkeren Windenergieanlagen k\u00e4me man rein rechnerisch schon auf \u00fcber 50 %. Die Stadt hat sich selbst das Ziel gesetzt, bis 2030 70 % ihrer CO<sub>2<\/sub>-Emissionen einzusparen. Salz dazu abschlie\u00dfend: \u201eDie derzeit stillstehenden Windr\u00e4der in Stammheim sollten m\u00f6glichst schnell ersetzt werden. Denn ohne einen Neubau w\u00fcrde der Anteil an CO2-neutral erzeugtem Strom auf 8,6 % absacken. Das kann eigentlich keine Kommune wollen!\u201c Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnte man mit dem Betreiber \u00fcber den Bezug von preisg\u00fcnstigem Windstrom f\u00fcr die Stadt und die Bev\u00f6lkerung sprechen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch die ge\u00e4nderte Gesetzgebung der Bundesrepublik Deutschland beschleunigt und entb\u00fcrokratisiert sich auch die Genehmigungspraxis f\u00fcr erneuerbare Energieanlagen wie Photovoltaik, Biogaserzeugung, W\u00e4rmekraftwerke mit Biomasse und Windenergie. 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