{"id":744,"date":"2021-11-30T10:36:58","date_gmt":"2021-11-30T09:36:58","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.gruene-florstadt.de\/?p=744"},"modified":"2021-11-30T20:19:16","modified_gmt":"2021-11-30T19:19:16","slug":"richtig-und-nachhaltig-heizen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-florstadt.de\/?p=744","title":{"rendered":"Richtig und nachhaltig heizen!"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Informationsabend der Florst\u00e4dter und der Reichelsheimer GR\u00dcNEN gemeinsam mit Schornsteinfegermeister und Energieberater Reiner Scholl informierte lebendig \u00fcber M\u00f6glichkeiten nachhaltiger W\u00e4rmegewinnung im Privathaus. Michael Cinciruk (Sprecher der GR\u00dcNEN Reichelsheim) und Gudrun Neher (Sprecherin der GR\u00dcNEN Florstadt) begr\u00fc\u00dften 75 interessierte B\u00fcrger, die im ger\u00e4umigen B\u00fcrgerhaus Nieder-Florstadt mit 2G-Nachweis und coronakonform Platz finden konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Referent Reiner Scholl begann mit einer allgemeinen Einf\u00fchrung: Um langfristig klimaneutral sein zu k\u00f6nnen, m\u00fcsse die Nutzung von fossilen Brennstoffen, sprich Kohle, \u00d6l und Gas schrittweise auslaufen und durch regenerative Energieformen ersetzt werden. Energie wird verbraucht in den Sektoren Strom, W\u00e4rme und Verkehr (Umweltbundesamt). Der Referent erl\u00e4utert die Begriffe Endenergie, Prim\u00e4renergie und Graue Energie. Die Endenergie ist das, was mit Verlusten beim Verbraucher ankommt und bezahlt wird, die Prim\u00e4renergie ist das Ergebnis des Energiegewinnungsprozesses und die graue Energie ist die Energie, die f\u00fcr Herstellung, Transport, Lagerung und Entsorgung erforderlich ist. So sei z. B. die Herstellung von Zement, bei der Temperaturen von 1450 Grad ben\u00f6tigt werden extrem energieintensiv und sollte unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten nur dort eingesetzt werden, wo es keine Alternativen gibt, wie bei den Fundamenten von H\u00e4usern. Erfreulicherweise w\u00fcrde Holz als Baustoff zunehmend h\u00e4ufiger eingesetzt. Aktuell werde jede f\u00fcnfte Bauma\u00dfnahme in Holzbauweise ausgef\u00fchrt. Leider werde bei baulichen Entscheidungen die Frage nach der grauen Energie sehr selten gestellt. Grunds\u00e4tzlich m\u00fcsse es zuk\u00fcnftig darum gehen den Energieverbrauch zu reduzieren und die Energiegewinnung ausschlie\u00dflich regenerativ zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tipps f\u00fcr das Heizen im Privathaus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schwerpunkt der weiteren Betrachtungen war die W\u00e4rmeenergie in privaten Wohnungen und H\u00e4usern. Und nun wurde der Vortrag sehr praktisch. Mit einem Modell wurde demonstriert, wie man Holz im Kaminofen am effektivsten abbrennt, siehe Foto. Das Durchbrennen von Holzscheiten von oben nach unten sei einfacher und effektiver, aber leider vielen Ofenbesitzern unbekannt. Weiterhin gab es Informationen \u00fcber optimale Raumtemperatur, richtiges L\u00fcften, Probleme mit ganz ungeheizten R\u00e4umen, Hinweise zur Warmwasserzirkulation sowie Vor- und Nachteile verschiedener Heizsysteme (W\u00e4rmepumpe, Pellets, Photovoltaik, richtige D\u00e4mmung). Besitzer einer \u00d6lheizung kann Reiner Scholl beruhigen. Das geplante Verbot von \u00d6lheizungen ab 2026 hat viele Ausnahmen und gilt z. B. nicht f\u00fcr selbstgenutzte Wohnungen oder H\u00e4user. Trotzdem sei es dringend ratsam 30 Jahre alte \u00d6lheizungen zeitnah auszutauschen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Energieberatung bei gr\u00f6\u00dferen Sanierungen nutzen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schnell ist klar: das \u201erichtige Heizen\u201c ist ein extrem komplexes Thema. Bei gr\u00f6\u00dferen Sanierungsvorhaben solle man deshalb auf jeden Fall Fachleute zu Rate ziehen. Die Beauftragung einer Energieberatung werde au\u00dferdem zu mindestens 50 % gef\u00f6rdert. Aufgabe einer Energieberatung ist es vorzuschlagen, welche Ma\u00dfnahmen die gr\u00f6\u00dften Energieeinsparungen bringen und welche F\u00f6rdert\u00f6pfe daf\u00fcr genutzt werden k\u00f6nnten. Oft ist es denkbar 30 bis 50 % der Kosten erstattet zu bekommen. Daf\u00fcr gebe es eine Liste regional t\u00e4tiger Energieberater und \u2013beraterinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt pr\u00e4sentierte Reiner Scholl ein neues Haus in Holzst\u00e4nderbauweise, mit einer Zellulose-Einblasd\u00e4mmung, einer PV-Anlage mit Speicher, einer thermischen Solaranlage f\u00fcr Warmwasser und Heizung, einer Pelletheizung, einer L\u00fcftungsanlage mit W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung und einem optimalen Sonnenstand. Dieses Haus ist 100 % nachhaltig und produziert mehr Energie als es verbrauchen kann. Finanziell gesehen liegen so die Nebenkosten bei 80 \u20ac im Monat. Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Einblick in die Komplexit\u00e4t der F\u00f6rderprogramme, deren gute Bedingungen aktuell dazu f\u00fchren, dass Energieberater alle H\u00e4nde voll zu tun haben. Viele spannende Fragen aus dem Publikum rundeten die Veranstaltung ab. Die Organisatoren bedankten sich beim Referenten, der vom Publikum viel Applaus erhielt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Informationsabend der Florst\u00e4dter und der Reichelsheimer GR\u00dcNEN gemeinsam mit Schornsteinfegermeister und Energieberater Reiner Scholl informierte lebendig \u00fcber M\u00f6glichkeiten nachhaltiger W\u00e4rmegewinnung im Privathaus. 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